Pensionskassen sollen Anlagestrategien nachhaltiger gestalten

72% der PK-Versicherten in der Schweiz sind der Meinung, dass ihre PK bei ihren Investitionen auch finanziell relevante ESG-Aspekte berücksichtigen soll. Auch hier ergibt der Blick auf die verschiedenen Landesteile und auf die Einkommensverteilung ein differenziertes Bild. Der ausdrückliche Wunsch nach einer stärkeren Berücksichtigung von ESG-Kriterien in der Geldanlage ist mit einem Anteil von 78% befürwortenden Stimmen in der Deutschschweiz am grössten. In der Romandie unterstützen immer noch 65% der Befragten dieses Anliegen, während es in der italienisch sprachigen Schweiz mit 39% Zustimmung keine Mehrheit mehr ist.

Wichtig ist jedoch zu sehen, dass der Anteil jener, welche sich eher oder sicher gegen die Berücksichtigung von ESG-Faktoren aussprechen, in der ganzen Schweiz ungefähr gleich verteilt sind und nur einen sehr kleinen Prozentsatz ausmachen (D-CH: 5%, W-CH: 6%, I-CH: 6%). Dies bedeutet, dass zwar die Zustimmung in der Italienischen Schweiz zu ESG-Faktoren geringer ist, die Ablehnung jedoch auf ähnlich niedrigem Niveau wie in der restlichen Schweiz. Es gibt in der Italienischen Schweiz jedoch deutlich mehr Personen, welche sich weder für noch gegen die Berücksichtigung von ESG-Faktoren beim Anlageprozess aussprechen und einen grösseren Anteil, welche keine Meinung zu dem Thema haben. Hier besteht somit noch Kommunikationspotenzial.


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Aus dem Blickwinkel der Einkommenssituation ist das Gefälle nicht so gross. Die Anliegen an die PKs bezüglich nachhaltiger Investments in den einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen mit weniger als CHF 4‘000.- Einkommen pro Monat ist mit 59% weniger stark ausgeprägt, als bei den höheren Einkommensklassen.

Bevölkerungsgruppen mit einem Monatseinkommen von über CHF 7‘000 stimmen zu 72% zu, dass die PK bei ihren Investitionen auch finanziell relevante ESG-Aspekte berücksichtigen soll.

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